Wie ist man denn fit für den Journalismus der Zukunft?

Die Wege im Journalismus sind selten geradlinig.
Die Wege im Journalismus sind selten geradlinig.

Datenjournalismus, mobile reporting, eierlegende Wollmilchsau. Sind das die Antworten auf die Frage, was man als Journalist können muss, um auch in der Zukunft von seiner Hände Arbeit leben zu können? Ja. Nein. Vielleicht – ein bisschen. Meine Antwort auf die Blogparade von Timo Stoppacher (Fit für Journalismus)

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Zeilenhonorar: Schlechtes Gewissen war gestern

Honorarabrechnung
Honorarabrechnung

So schnell sieht die Welt anders aus, ganz anders sogar: Gestern Mittag hatte ich noch kurzzeitig ein schlechtes Gewissen, weil ich einem Kunden nicht aus der Not geholfen habe. Ich hätte dafür am Wochenende arbeiten müssen. Heute bin ich ausgesprochen froh, den Auftrag nicht angenommen zu haben. Das Umdenken hängt mit einem Brief zusammen. Dem entnehme ich nämlich endlich, welches Honorar ich für den Artikel bekomme, den ich im Juli für diesen Kunden geschrieben habe. Es war für mich ein neues Thema, der Kunde – eine Tageszeitung – wollte zwei Expertenstimmen, 5.000 Zeichen sollte ich schreiben.
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Wenn Pressemitteilungen ihr Ziel verfehlen

Pressemeldung Feedback und Erfolg
Pressemeldung Feedback und Erfolg

Ich schmunzle, als ich die Überschrift „Feedback macht erfolgreich“ über einer Pressemeldung lese. Wohlgemerkt nicht über irgendeiner Pressemeldung, nein, es geht um eine, die mir ausgedruckt und per Schneckenpost zugeschickt wurde. Vermutlich, um mir ihre Wichtigkeit anzuzeigen. Leider verfehlt dies bei mir sein Ziel. Vielleicht, so denke ich, hilft mein Feedback dem Absender, erfolgreicher zu werden:
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Brillen und Handys für Village Africa

Fast 50 Brillen und über 20 Handys können wir dank der Hilfe von Freunden diese Woche zu Village Africa schicken! Das ist ein großer Erfolg unserer Sammelaktion, und darum werden wir weitermachen: Wer gebrauchte Handys und Brillen loswerden möchte, kann sie uns zukommen lassen. Wir leiten sie auf unsere Kosten weiter.

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Ehrenamt: Roland Auer in Tansania

Heute ist in der Rheinischen Post in Mönchengladbach der Artikel über Roland Auer erschienen. Roland ist neben mir der andere deutsche Ehrenamtliche, der für Village Africa aktiv ist. Er unterrichtet in Milingano Englisch. Ich erinnere mich an unser Gespräch mit dem iPod und dem Stereomikrofon vor uns, auf den Stufen sitzend am Mzizima, dem Aufenthaltsraum für die Ehrenamtlichen in Yamba. Das war in unserer ersten Woche, mein erstes Interview für Village Africa, und es ist schon wieder unfassbar lang her. Roland bat mich, heimlich Bilder von ihm zu machen, damit sie möglichst nicht gestellt wirken.

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Voluntourismus in Tansania: Mein persönliches Fazit

Einige Wochen zurück in Deutschland, etwas Distanz zum Projekt und zum Aufenthalt. Was denke ich heute darüber? Würde ich es nochmals tun? Eine Frage, die sich nicht mit Ja oder Nein beantworten lässt. Grundsätzlich finde ich, dass jeder West-Europäer ab und zu seine Komfortzone verlassen sollte. Ich reise seit 1998 regelmäßig, in der Regel in Lateinamerika und Asien, und halte mich dabei fern von All-inclusive-Anlagen. Mir geht es darum, Land und Leute kennenzulernen. Und dabei wird man auch mit Armut konfrontiert – in Indien, Bolivien oder eben Tansania. Es schadet nicht, sich damit auseinanderzusetzen, und es würde den Dialog zwischen Industrie- und Entwicklungsländern sicherlich verbessern, wenn noch mehr Europäer sich in der weiten Welt umsehen würden. In anderen Worten: ich werde nicht aufhören zu reisen. Und es werden auch in Zukunft Entwicklungs- und Schwellenländer zu meinen Zielen gehören.

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Tansania: Letzter Arbeitstag in Yamba

Heute ist mein letzter Arbeitstag als ehrenamtliche Reporterin in Yamba. Ich kann kaum glauben, wie schnell diese vier Wochen in den Usambarabergen vergangen sind. Auch wenn es Tage und Nächte gab, die mir endlos erschienen – weil es beispielsweise besonders kalt oder stürmisch oder neblig war, weil die Metallschüsseln voll Erde, die wir auf der Baustelle abgetragen haben, kein Ende nehmen wollten, oder einfach, weil es zur Abwechslung statt Linsen Bohnen zu essen gab.

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Tansania: Gespräch mit zwei ehrenamtlichen Lehrern in Yamba

Bethany Taylor aus Ipswich, England, wird in Yamba nur Bee genannt. Sie ist 20 Jahre alt, mit der Schule fertig, aber noch nicht im richtigen Job gelandet. Sie war 2011 fünfeinhalb Monate als Englischlehrerin in Yamba, und hat beschlossen, zurückzukommen. Ihr Ziel ist es, im gemeinnützigen Sektor in England zu arbeiten, doch es sei nicht einfach, dort hineinzukommen, sagt sie. Und sie möchte gar nicht erst damit beginnen, Tee für die Abteilung zu kochen. Bee hofft, den Einstieg ins Berufsleben über ihre Praxiseinsätze bei Village Africa zu schaffen.

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Tansania: Gebrauchtkleider in Yamba

Kleiderspenden sind bei Village Africa nicht nur willkommen, sie werden auch ernst genommen. Maiko aus dem Management-Team erfasst zunächst jede Jacke, jeden Pulli, jeden Strampelanzug einzeln. Dann erstellt er eine Liste der Familien, die dringend etwas aus der Kleiderspende brauchen und lädt sie ein, an einem bestimmten Tag zu einer festgelegten Zeit zu einem bestimmten Ort zu kommen.

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