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Buch "Du kannst KI" von Iris Lanz

Gelesen: „Du kannst KI“

In meinen KI-Kursen an der Volkshochschule Köln, aber auch beim DJV oder der Berliner Journalisten Schule, treffe ich regelmäßig auf Menschen Mitte 50 und auch viel, viel älter, die sich für das Thema Künstliche Intelligenz interessieren. Das finde ich wichtig und richtig. Speziell für diese best Ager, für Menschen mit Berufserfahrung, hat Iris Lanz einen Ratgeber (Werbe-Link zu Amazon) geschrieben, den sie mir kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt hat: „Du kannst KI“. 

Was das Buch aus meiner Sicht besonders macht: Es liest sich wie die perfekte Vertiefung meines KI-ckstarter-Einführungskurses. Iris Lanz geht erfrischend unaufgeregt an die Sache heran und nimmt die Lesenden mit auf ihre eigene Reise hinein ins Thema. Sie entmystifiziert KI, indem sie einen Blick auf die Historie wirft und erklärt, warum sie gerade jetzt so eine zentrale Rolle in unserem Leben spielt, sie geht auf Kritikpunkte ein und zeigt natürlich auch die Chancen.

Lanz verzichtet dabei auf Fachchinesisch, das einen oft nur ratlos zurücklässt. Stattdessen arbeitet sie mit eigenen Tagebucheinträgen, die Mut machen. Man fühlt sich als Leserin oder Leser nicht allein gelassen, selbst wenn man mit der Flut an englischsprachigen Begriffen zunächst überfordert sein sollte. Durch anschauliche Infografiken und viele Alltagsbeispiele wird die Theorie greifbar und verständlich.

Blick in den Maschinenraum

Wer ein reines „How-to“-Handbuch mit Klick-Anleitungen sucht, ist hier jedoch an der falschen Adresse. Das Buch ist eher eine theoretische Abhandlung, die einen spannenden Blick in den Maschinenraum von KI gewährt. 

Es gibt wenig, was mir an dem Buch nicht gefällt. Bedenken habe ich jedoch bei diesen Punkten:

  • Lanz betont, dass Daten nie neutral sind – da hat sie absolut recht. Sie fordert eine kritische Überprüfung der Trainingsdaten, bevor man ein Tool einsetzt. In der Praxis ist dies jedoch speziell für Verbraucherinnen und Verbraucher gar nicht möglich. Selbst im Unternehmensumfeld haben wir nur selten Zugriff auf die Informationen, wie eine KI konkret trainiert wurde. 
  • Zudem plädiert die Autorin stark für das Lernen in Präsenz. Das unterstütze ich zwar im Grunde auch und biete darum gerade an der Kölner VHS viele Präsenzkurse an. Leserinnen und Lesern, die jedoch mit diesem Buch allein zu Hause vor ihren Projekten sitzen, hilft das eher nicht weiter.

10 Minuten Neugier

Trotzdem halte ich das Buch für eine wertvolle Lektüre für alle, die das „Warum“ und „Wie“ hinter der KI verstehen wollen, statt nur Tools anzuwenden. Besonders gut gefällt mir der Ansatz der „10 Minuten Neugier am Tag“. Das ist genau die richtige Dosis, um am Ball zu bleiben. Wer Lust hat, diese 10 Minuten mit mir gemeinsam zu füllen: In meinem kleinen KI-WhatsApp-Kanal gibt es an jedem Werktag einen kompakten Post, mit dem ihr euer Wissen vertiefen könnt.

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