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Symbolbild: Claude oder Claude Cowork

Claude Cowork vs. Chat-LLMs: Was ist der Unterschied – und warum ist das für dich wichtig?

In meiner kleinen WhatsApp Community hat sich gezeigt, dass viele den Unterschied zwischen Claude Cowork und einem Chat–LLM nicht kennen. Grund genug, das Thema näher zu beleuchten.

Wer ChatGPT, Gemini oder Claude öffnet, gibt oft eine Frage ein und bekommt darauf eine Antwort. Das ist hilfreich und für viele Aufgaben ausreichend. Wer Claude Cowork nutzt, geht jedoch weiter: Er lässt das Tool Aufgaben auf dem Computer übernehmen.

Chatten vs. Delegieren: Ein Paradigmenwechsel

Im Prinzip delegiert man Aufgaben, die man nicht mag, und die sich leicht beschreiben lassen. Man gibt dazu das Ziel vor, Claude Cowork spuckt ein Ergebnis aus. Dabei geht es nicht immer um die großen Räder, die gedreht werden sollen. Im Berufsalltag sind es oft kleine Aufgaben, die Zeit fressen.

Cowork oder Chat? KI-generierte Infografik

Meine Beispiele

  • Es mag vielen komisch vorkommen, aber bis vor einigen Wochen habe ich viel Zeit damit verbracht, die PDFe zu meinen Seminarfolien so zu komprimieren, dass sie unter 10 MB groß sind. Denn nur dann lassen sie sich einigermaßen gut per Mail an die Teilnehmenden verschicken. Natürlich gibt es dafür Software – sie kostet jedoch üblicherweise zwischen 10 und 20 Euro im Monat. Für Claude Code zahle ich monatlich etwas mehr, dafür kann das Tool aber nicht nur komprimieren. Zusätzlich nutze ich übrigens Typingmind, um auch Zugriff andere Tools zu haben. Denn Claude Cowork kann teuer werden, wenn man wirklich alles damit machen möchte.
  • Ich habe Claude Cowork auch die Abrufstatistik 2025 einer meiner Internetseiten mit einer Übersicht aller Artikel gegeben. Die Aufgabe: Herausfinden, welche Texte keine Aufrufe im Jahr 2025 hatten. Diese möchte ich nämlich löschen, um Speicherplatz bei meinem Provider zu gewinnen. Meine Statistik-Software erkennt zwar, welche Texte mindestens einen Abruf haben, aber nicht, welche keine Aufrufe haben.
  • Drittes Beispiel – das ist von gestern und macht mich wirklich glücklich! Einmal im Monat muss ich mich durch eine gewaltige Exceltabelle wühlen mit zwei Tabellenblättern. In beiden gibt es eine Spalte Wiedervorlage. Daraus lässt sich schließen, welche Texte in welchem Monat aktualisiert werden müssen. Claude Cowork hat mir in 2 Minuten die entsprechenden Zeilen an den Anfang des Dokuments gerückt, sie gelb markiert, addiert und durch die Zahl der zur Verfügung stehenden Arbeitstage geteilt. Daraus habe ich einen „Schedule“ erstellt, der allerdings manuell angestoßen werden muss.

Hier geht es zu einem Claude Cowork Gästepass (Werbe-Link) Wenn ich es richtig verstanden habe, kannst du Claude Cowork damit 7 Tage kostenlos ausprobieren. Ich bekomme auch etwas dafür gutgeschrieben.


Was Claude Cowork kann – und Chat nicht

Etwas anders ausgedrückt ist Cowork der agentische Modus in der Desktopversion. Im Vergleich zu Chat – das im Web, auf dem Desktop und auf dem Smartphone verfügbar ist – läuft Cowork derzeit noch ausschließlich auf deinem Computer. Das soll sich aber ändern.

Die Gefahr der Bequemlichkeit

Ich würde gerne noch viel, viel mehr mit Claude Cowork machen. Es beispielsweise meine Termine organisieren lassen. Oder mein Mailfach. Aber da ist die Sache mit der DSGVO und dem Datenschutz. Anthropic, die Firma hinter Claude, ist ein US-amerikanisches Unternehmen. Daten, die bei der Nutzung von Claude entstehen, werden auf US-amerikanischen Servern verarbeitet. Verträge, Kundendaten oder sensible interne Dokumente sollte man darum nicht einfach so durch Cowork laufen lassen.

Die Free-, Pro- und Max-Tarife beinhalten keinen Auftragsverarbeitungsvertrag. Für einen datenschutzrechtlich robusten Einsatz kommen sie daher nicht in Frage. Wenn Cowork beispielsweise auf dein Dateiablagesystem zugreift, können dabei personenbezogene Daten Dritter, also beispielsweise von Kund*innen verarbeitet werden. Das ist ein Risiko. Zumindest in diesen Tarifen sollte man sich also genau überlegen, welche Aufgaben man an Claude delegiert. Mehr zum Thema.

Wie ich mit Claude Cowork angefangen habe

Ich habe Claude Cowork auf meinen Computer geladen und ein Ordnersystem angelegt. Im ersten Ordner liegen Informationen über mich und meinen Arbeitsstil, der zweite Ordner ist für Material gedacht, der dritte für Ergebnisse. Diese drei Ordner liegen in einem Ordner, den ich Claude Cowork genannt habe und der auf dem Schreibtisch liegt. Ich erlaube Claude Cowork ausschließlich den Zugriff auf diese Ordner, und ich überlege mir sehr genau, welche Dateien ich von Claude bearbeiten lasse. 

Ich habe lange gebraucht, bis ich angefangen habe, mich mit Claude Cowork zu beschäftigen, aber in der Zwischenzeit bin ich sehr zufrieden damit und habe noch einige spannende Projekte im Blick.

Du hast Fragen?

Über meine Internetseite kannst du Termine mit mir buchen. Eine Stunde kostet für Freiberufler*innen 69 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Darüber bekommst du natürlich eine Rechnung. Du kannst aber auch nur 20 oder 30 Minuten – schreibe das bei der Buchung einfach ins Feld „Mehr Informationen“, dann rechne ich minutengenau ab. Eine Übersicht meiner öffentlichen Seminare findest du hier.

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