Hier ist die angepasste Versio ohne die Trennstriche:
„Ich weiß nicht, was ich meinen Kindern raten soll“, sagte neulich eine Freundin in Bezug auf die Studien- und Berufswahl für Berufe mit Zukunft. „KI scheint alles zu verändern!“. Ja, so ist es. Künstliche Intelligenz und Automatisierung verändern schon heute massiv, wie wir arbeiten. Ob Übersetzer*innen, Journalist*innen oder Programmierer*innen: Viele Branchen spüren den Umbruch bereits deutlich.
KI als Karriere-Turbo: Wo die Nachfrage steigt
Es liegt auf der Hand: Wer die Technologie nicht nur nutzt, sondern sie versteht und vermittelt, gehört zumindest vorläufig noch zu den Gewinner*innen. Da wir uns technologisch gesehen noch immer am Anfang der Entwicklung befinden, haben Berufe mit direktem KI-Schwerpunkt gute Aussichten:
- KI-Consulting: Unternehmen brauchen Expert*innen, die zeigen, wie KI-Prozesse effizient integriert werden.
- KI-Training: Menschen, die andere im Umgang mit den neuen Tools schulen, werden zwar gesucht. Da aber immer mehr Menschen diese Kompetenzen anbieten, wird der Markt zumindest für mich beispielsweise gerade kleiner. Ich gebe in diesem Jahr bisher deutlich weniger KI-Seminare als in den Jahren zuvor. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe: Bei mir bekommen Seminarteilnehmende kein großartig klingendes Zertifikat. Und für die Kurse meiner Kund*innen haben viele aktuell durch die hohen Spritpreise und Lebenshaltungskosten einfach kein Geld.
- Spezialisierte Technik-Berufe: Der Technologiesektor wächst zwar weiter, doch die Anforderungen ändern sich. Während die reine Code-Erstellung zunehmend von der KI übernommen wird, verschiebt sich der Fokus in der Informatik hin zur Architektur und Steuerung komplexer Systeme.
Der „Faktor Mensch“: Berufe mit Zukunft
KI ist stark darin, Daten zu analysieren und Texte, Bilder oder Code zu generieren. Aber sie stößt an ihre Grenzen, wenn es um Empathie, physische Geschicklichkeit und komplexe zwischenmenschliche Interaktion geht. Besonders gute Zukunftsaussichten haben daher Berufe, in denen die KI zwar unterstützt, der Mensch aber das Herzstück bleibt:
- Gesundheitswesen: Pflegefachkräfte, Ärzt*innen und Physiotherapeut*innen profitieren von KI bei Diagnosen oder der Verwaltung, die eigentliche Behandlung bleibt menschlich.
- Handwerk & physische Dienstleistungen: Überall dort, wo individuelle Lösungen vor Ort gefragt sind, kann die Robotik den Menschen (noch) nicht ersetzen.
Welche Jobs unter Druck geraten
Berufe, die auf repetitiven Aufgaben oder einfacher Datenverarbeitung basieren, lassen sich dagegen leicht automatisieren. Kununu beispielsweise hat dazu bereits berichtet. Dazu gehören:
- Buchhaltung & Sachbearbeitung: Algorithmen können Zahlen schneller und fehlerfreier prüfen.
- Transport & Logistik: Automatisierte Systeme übernehmen zunehmend die Steuerung.
- Einzelhandel: Selbstzahlerterminals sind erst der Anfang; kassenlose Supermärkte zeigen, wohin die Reise geht.
Fazit: Die Kristallkugel hat niemand – aber einen Plan
Niemand kann exakt vorhersagen, wie weit die Robotik in zehn Jahren sein wird. Eine Garantie für den „Job fürs Leben“ gibt es kaum noch. Doch du kannst dich vorbereiten: Wer sich schon jetzt intensiv mit künstlicher Intelligenz auseinandersetzt und sie als Werkzeug begreift, bleibt handlungsfähig. Außerdem ist lebenslanges Lernen keine Floskel mehr, sondern die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Karriere. Sei bereit, dich immer wieder neu zu erfinden und die technologischen Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen.
Einführung: KI in den Medien (PDF)
Künstliche Intelligenz ist längst Teil des medialen Alltags – in Recherche, Produktion, Distribution und Organisation. Doch was genau leistet KI heute wirklich? Wo liegen ihre Grenzen? Und wie lässt sie sich verantwortungsvoll einsetzen?
Einführung: KI in der Medienbranche bietet eine sachliche, verständliche und kritisch reflektierte Einführung für Journalistinnen, Redakteurinnen, Kommunikationsprofis und andere Medienschaffende. Das PDF erklärt zentrale Begriffe, ordnet aktuelle KI-Anwendungen ein und zeigt, warum KI weder neutral noch „intelligent“ ist, sondern auf statistischen Verfahren beruht.
Behandelt werden unter anderem:
Funktionsweise von KI und Large Language Models
Einsatzfelder im Medienalltag
Prompting als Arbeitsanweisung
Recherche mit KI – mit Vorsicht
Rechtliche, ethische und gesellschaftliche Fragen
Das PDF verzichtet bewusst auf Tool-Hype und Schritt-für-Schritt-Rezepte. Stattdessen vermittelt es Orientierung, Einordnung und professionelle Haltung – ergänzt durch Übungen zur direkten Anwendung.
Das PDF hat 26 DIN-A4-Seiten, Stand 1/2026
Möchtest du lieber auf Rechnung bezahlen? Schreib mir einfach eine Mail an bb@bettinablass.de. Ich schicke dir dann die Rechnung zu, du bezahlst und erhältst danach das PDF per Mail.
FAQ: Berufe im KI-Wandel
Besonders betroffen sind Berufe mit repetitiven Aufgaben und hohem Datenanteil. Dazu gehören Tätigkeiten in der Buchhaltung, im Transportwesen sowie einfache Sachbearbeitung. Auch im Einzelhandel verdrängen automatisierte Systeme zunehmend klassische Rollen an der Kasse oder im Lager.
KI kann heute bereits effizient Code schreiben, wird den Menschen in der Softwareentwicklung aber eher ergänzen als ersetzen. Die Rolle verschiebt sich: Gefragt sind künftig weniger „Codierer“ für Standardaufgaben, sondern IT-Architekt*innen, die komplexe Systeme steuern, KI-Modelle trainieren und die strategische Planung übernehmen.
Der beste Schutz ist die Kombination aus Fachwissen und KI-Kompetenz. Setze dich aktiv mit neuen Tools auseinander und betrachte KI als Werkzeug, nicht als Konkurrenz. Zudem gewinnen menschliche Soft Skills wie Empathie, kreative Problemlösung und kritisches Denken massiv an Wert, da diese von Maschinen kaum kopiert werden können.
Zum Weiterlesen
Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt, Bundeszentrale für politische Bildung
Welche Jobs durch KI gefährdet sind, Deutschlandfunk


